Radwandergruppe (Chronik)
Mit einem Bierdeckel fing es an.
Auf der Suche nach einer Sportart, die man auch noch im Seniorenalter und in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ausüben kann, kam Dieter Benthin auf die Idee, in Burgstemmen eine Radwandergruppe zu gründen. Im Anschluss an das Frühjahrskonzert 1993 in der Mehrzweckhalle in Burgstemmen wurde durch Unterschrift von 6 Personen auf einem Bierdeckel das Interesse an einer Radgruppe bekundet und quasi der Grundstein gelegt. Es dauerte dann jedoch noch ein ganzes Jahr, bis die Absicht in die Tat umgesetzt wurde. Unter Mithilfe von Manfred Wesche wurde für den 30. April 1994 eine Radtour angesetzt, mit der Absicht eine Radwandergruppe zu gründen. Mit 30 Teilnehmern ging es vorbei am Marienberg, entlang der Leine zu den Giftener Teichen, wo eine Rast eingelegt wurde. Nach Rückkehr in Burgstemmen wurde im Sportheim in geselliger Runde gegrillt. Hier machte Manfred Wesche den Vorschlag zur Bildung einer Radwandergruppe. Dieser Vorschlag fand dann auch nach kurzer Diskussion die Zustimmung der Anwesenden. Als Organisatoren wurden neben
Ilse und Dieter Benthin, Karin und Axel Dierks sowie Ursel und Karl Wolthausen gewonnen. Es wurde vereinbart, sich in den Monaten Mai bis September an jedem 2. Freitag um 18.00 Uhr zu einer Radtour in das Umland von Burgstemmen zu treffen, wobei die Touren eine Länge von 25 bis 35 km haben sollten.Weil die Strecken vorzugsweise abseits des Straßenlärms verlaufen sollten, mussten hierfür die Wirtschaftswege der Region erkundet werden. So mancher Feldweg wurde hierbei vergebens ab geradelt, weil er doch zu schlecht befahrbar war bzw. im Acker oder vor einem Graben endete. Erst später kamen dann Radwanderkarten auf den Markt, so dass die Planung der Fahrstrecken einfacher wurde. Die Mühe wurde jedoch belohnt,
wenn z.B. von den Teilnehmern die Aussage kam: „Hier waren wir ja noch nie“ oder „Oh, wie schön ist hier die Aussicht“, o.ä. Die Leitung der Radtouren wurde im Wechsel von den
3 Ehepaaren übernommen. In den ersten 2 Jahren nach der Gründung wurde nur im Umland von Burgstemmen gefahren. Erst 1996 wagte man sich zum 1. Mal an eine Tagestour mit der Bundesbahn in die Lüneburger Heide. In den darauffolgenden Jahren wurden die Aktivitäten ständig erweitert.So wurden jährlich zusätzlich zu den 14-tägigen Touren Kaffeefahrten und 2-bzw 3-Tagesfahrten (Radler Wochenenden) unternommen. Es wurde z.B. der Leineradweg von der Quelle bis zur Mündung in die Aller in 3 Etappen befahren. Wochenendtouren in der Lüneburger Heide, in Ostfriesland, im Wurster Land, der Holsteinischen Schweiz, Brandenburg, dem Dümmer und in weiteren Regionen folgten. Bei allen sportlichen Aktivitäten wurde jedoch stets darauf geachtet, dass die Geselligkeit niemals zu kurz kam. Mittlerweile sind die Gründungsmitglieder Karin und Axel Dierks sowie Ursel und Karl Wolthausen aus der Tourenleitung ausgeschieden. Dafür waren zwischenzeitlich Anita Hänsel sowie Edith und Karl-Heinz Bähre tätig
Aktuell
Von 2008 bis 2016 wurden die Radtouren von Ilse und Dieter Benthin, Sigrid Fröhlich und Utha Tilgner im Wechsel geleitet.
2017 verabschiedeten sich Ilse und Dieter Benthin aus der Tourenleitung. Beide waren seit der Gründung der Radwandergruppe federführend dabei. Ohne ihren persönlichen Einsatz und ohne ihre Ideen wäre vieles nicht möglich gewesen. Zurzeit kümmern sich Sigrid Fröhlich und Utha Tilgner um die Planung der Radtouren, unterstützt werden sie dabei von Gisela und Josef Mosler. Um auch im Winterhalbjahr die Kontakte weiter zu pflegen, hatte Familie Benthin die Idee, Spiele Abende im Sportheim anzubieten. Am Montag, den 8. Januar 2007, 18.00 Uhr war es dann so weit. Hier fanden sich die Radler und weitere Vereinsmitglieder ein, um in geselliger Runde Canasta, Skipbo, Doppelkopf, Skat usw. zu spielen. Diese Treffen waren und sind bei den Vereinsmitgliedern von Anfang an ausgesprochen beliebt und werden bis heute im Winterhalbjahr (Oktober bis April) im Rhythmus von 14 Tagen (immer montags) von ca. 20 Teilnehmern besucht.
Burgstemmen, im Jahr 2017
Dieter Benthin